Stellenausschreibung Projektleitung/stellv. Geschäftsführung

Das Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V. sucht zum 01. September 2020 eine Projektleiterin/stellvertretende Geschäftsführerin für die Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstelle des Vereins (in Teilzeit, 30 bis 36 Stunden/Woche, TVL).

Das Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V. vertritt seit 25 Jahren die Belange behinderter Frauen im Land Berlin gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

In allen unseren Arbeitsbereichen setzen wir uns für die Verbesserung der Lebenssituation behinderter und chronisch kranker Frauen und Mädchen ein und tragen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Land Berlin bei.

Wir suchen eine Projektleiterin/stellvertretende Geschäftsführerin, die sich mit den Zielen der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung und den Inhalten frauenpolitischer Arbeit identifiziert und verantwortungsvoll in einem Selbstvertretungsprojekt schwerbehinderter und chronisch kranker Frauen tätig sein möchte.

Das Stellenprofil umfasst folgende Aufgaben:

Organisationsentwicklung und Personalführung

  • Leitung und Steuerung der profilbestimmenden Leistungsangebote der Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstelle in Abstimmung mit Mitarbeiterinnen und Vorstand;
  • Mitarbeiterinnenorientierte Personalführung und -organisation;
  • Koordinierung der einzelnen Arbeitsbereiche der Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstelle;
  • Verantwortung für die Arbeitssicherheit des Teams.

Finanz- und Verwaltungsmanagement

  • Beantragung von Zuwendungen und die Erstellung von Finanzierungsplänen sowie Verwendungsnachweisen (in Verantwortungs- und Prüfungsfunktion);
  • Betreuung von Projektanträgen;
  • Verhandlung mit Zuwendungsgeber*innen;
  • Fristgerechte Erstellung von Sach- und Qualitätsberichten.

Netzwerk- und Lobbyarbeit

  • Öffentlichkeitswirksame Vertretung der Ziele des Vereins:
    Kommunikation der Ziele, Gremienarbeit und Netzwerken, Fachaustausch und Lobbyarbeit;
  • Strategische Positionierung und (Weiter-)Entwicklung der Angebote der Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstelle.

Sie bringen mit

  • eine anerkannte Schwerbehinderung,
  • ein abgeschlossenes Hochschulstudium/Fachhochschulstudium,
  • frauenpolitisches Engagement mit Fokus auf die Bedarfe behinderter und chronisch kranker Frauen und Mädchen,
  • Unabdingbar: Erfahrung im Projektmanagement,
  • Fachkenntnisse der Behinderten- und Frauenpolitik,
  • Erfahrung in der Leitung von Projekten, vorzugsweise im gemeinnützigen Bereich,
  • Absolut erforderlich: Kenntnisse im Zuwendungsrecht, der Förderlandschaft im Gleichstellungsbereich und Erfahrung in der Abwicklung von Drittmittelprojekten,
  • sichere EDV-Kenntnisse (online-Beantragungs- und Abrechnungsprogramme, Lexware, Office, Excel, Outlook etc.),
  • Kommunikationskompetenz, Verantwortungsbereitschaft und Teamfähigkeit,
  • Belastbarkeit und Eigeninitiative sowie strukturiertes Arbeiten.

Wir bieten

  • die Leitung und Führung eines motivierten lebendigen Teams und die Kooperation mit einem engagierten Vorstand;
  • Fortbildungsmöglichkeiten;
  • eine verantwortungsvolle und vielseitige Aufgabe im gemeinnützigen Bereich.

Ihr Bewerbungsschreiben mit tabellarischem Lebenslauf, den üblichen aussagefähigen Unterlagen, dem Nachweis einer Schwerbehinderung und Ihren Gehaltsvorstellungen senden Sie bitte ausschließlich als PDF-Datei(en) (nicht größer als 5 MB) ab sofort an:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Mit der Abgabe einer Onlinebewerbung geben Sie Ihr Einverständnis, dass Ihre Daten elektronisch verarbeitet und gespeichert werden.

 

Informationen zum Coronavirus 

Aufgrund der aktuellen Verordnungen zur Eindämmung des SARS-CoV-2 und der hohen Risikogruppen unserer Nutzerinnen, MItarbeiterinnen und Vorstandsfrauen sehen wir uns verpflichtet, unsere Angebote vorrangig auf telefonische und E-Mail-Beratung umzustellen.

Unter Beachtung von strengen Hygienevorschriften bieten wir inzwischen wieder persönliche Beratung und unsere Selbsthilfegruppen vereinzelt UND ausschließlich nach vorheriger Absprache an.

Unsere Beraterinnen sind wie folgt unter der Nummer 030 - 61 70 91 68/69 erreichbar: 

Telefonische Beratungszeiten:
Dienstag 15 bis 17 Uhr  
Donnerstag 14 bis 18 Uhr   
Freitag 11 bis 14 Uhr


Sonst sind wir weiterhin wie gehabt unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

Sollte sich etwas verändern, werden wir dieses schnellstmöglich mitteilen.

Unser aller Gesundheit steht an erster Stelle, und wir möchten jedes vermeidbare Risiko einer Ansteckung umgehen!

Je nach Entwicklung der Situation bestehen Überlegungen, die Mitfrauenversammlung mit Vorstandswahl zu einem späteren Zeitpunkt oder ggf. per Briefwahl zu realisieren.

Mit den besten Wünschen für die Gesundheit aller Frauen

Der Vorstand des Netzwerks behinderter Frauen Berlin e.V.
Dr. Susanne Mansee, Sylvia Haberland, Sigrid Kwella

 

Jahresziel 2020: Existenzsicherung

Das Jahr 2019 war geprägt vom unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeiterinnen, Vorstandsfrauen, Mitfrauen und Unterstützerinnen für den Erhalt des Vereins- und der Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstelle. Das Ringen war zum Teil von Erfolg gekrönt: Mit Hilfe der Abgeordneten der demokratischen Fraktionen des Berliner Landesparlaments, insbesondere der Partei Die Linke und deren frauenpolitischen Sprecherin, Ines Schmidt, konnten wir für die Zukunft unseres Projekts eine dauerhafte Personalstelle für eine Projektleitung bzw. stellvertretende Geschäftsführung erringen; zum anderen waren auch herbe Rückschläge zu verzeichnen: Die turnusmäßige Vorstandswahl im Oktober 2019 führte mangels Kandidatinnen erstmals in der Geschichte des Netzwerks nicht zur Neuwahl eines geschäftsfähigen Vorstands, so dass im März dieses Jahres eine wiederholte Wahl stattfinden wird, die über das weitere Schicksal des Vereins und aller seiner Aktivitäten entscheidet.

Lasst uns im 25. Jahr des Bestehens des Netzwerkes behinderter Frauen Berlin e.V. noch einmal alle Kräfte bündeln, um unser einzigartiges Frauenprojekt über’s Jahr zu bringen.

Von der Besetzung der neu zu schaffenden Stelle versprechen wir uns eine deutliche strukturelle Entlastung für alle beruflich und ehrenamtlich mitarbeitenden Frauen. Unmittelbar nach erfolgreicher Vorstandswahl (und unter Voraussetzung der Genehmigung seitens der Senatsverwaltung Frauen) schreiben wir die Stelle aus und hoffen, sie Anfang Mai besetzen zu können.

Positiv zu erwähnen wäre weiterhin, dass die bis zum vorigen Jahr befristet gewährte Projektstelle „Gesundheit, Geschlecht, Behinderung, Migration“ zum 01.01.2020 im Umfang von 36 h/Woche in die Regelförderung des Landes übernommen wurde. Ulrike Haase konnte damit auch die dritte wöchentliche Beratungszeit zur Sozialberatung wieder aufnehmen, die aufgrund von Tarifanpassungen in der letzten Zeit entfallen war. Hingegen musste die Stelle psychosoziale Beratung/Programmkonzeption/Anleitung Ehrenamtliche von bislang 33 h/Woche auf 24 h/Woche reduziert werden. Frau Schweitzer wird nicht länger die halbjährlichen Veranstaltungsprogramme erstellen, und wir werden sowohl die anspruchsvollen Inhalte als auch ihre pointierten, witzigen Texte vermissen. Aber auch hier werden wir nach einer engagierten, ideenreichen Nachfolgerin Ausschau halten.

Nach Maßgabe unserer personellen Kapazitäten bleiben auch 2020 die hauptsächlichen inhaltlichen Arbeitsschwerpunkte der vorangegangenen Jahre bestehen: Gesundheit, Interkulturelle Öffnung und sexuelle Gewalt gegen behinderte Frauen und Mädchen. Bärbel Schweitzer übernimmt weiterhin das zusätzliche Beratungsangebot für von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen.

Wir bedanken uns bei den Senatsverwaltungen für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie Integration, Arbeit und Soziales für finanzielle Förderung und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

Offener Brief zur Umsetzung des Rechts auf Elternassistenz in Berlin

Gemeinsam mit inzwischen 15 mitunterzeichnenden Organisationen versandte das Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V. am 22. Oktober 2018 einen Offenen Brief zum Thema „Elternassistenz“ an Elke Breitenbach, die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales.

Gefordert wird, das in der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) festgeschriebene elementare Recht von Eltern mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, ihre Kinder eigenverantwortlich zu versorgen, endlich auch in Berlin umzusetzen. Die Unterzeichnenden halten die derzeitige Praxis der Vergabe von Elternassistenzleistungen in Berlin für untragbar und nicht mit dem neuen Teilhaberecht vereinbar. Kobinet berichtet.

Ein Antwortschreiben der Senatsverwaltung können wir in der 47. Kalenderwoche (19. bis 23. November 2018) erwarten. Wir werden berichten.

Der vollständige Brief befindet sich im Anhang. 

Update 13.11.18 und 14.11.18:
Wir freuen uns über unsere neuen Mitzeichner:

aktiv und selbstbestimmt e.V.
InterAktiv e.V.
Kooperationsverbund Autismus Berlin gGmbH

Update 30.11.18:
Heute kam das Antwortschreiben der Frau Senatorin Breitenbach. Siehe Anhang.
Kurz gesagt: Eine Ausführungsvorschrift, die zukünftig die Eingliederungshilfe regeln soll, wird derzeit erarbeitet und soll das bisherige Rundschreiben ablösen.

Ausführungsvorschriften (AV) kommen in der Rangfolge gesetzlicher Regelungen gleich nach den Landesgesetzen, und sind damit viel verbindlicher als Rundschreiben.

Update 25.01.19: 
Die Ausführungsvorschrift (AV) zur Eingliederungshilfe - wo die Elternassistenz integriert wird - wird wahrscheinlich Ende 2. Quartal fertig gestellt. Die AV zur Einzelfallhilfe wird ebenfalls im 2. Quartal realisiert.

Update 13.09.19: 
Die angekündigte Ausführungsvorschrift (AV) zur Eingliederungshilfe ist weiterhin in Bearbeitung und wird wahrscheinlich erst Anfang 2020 veröffentlicht.

Update: 05.02.20:
Die Ausführungsvorschrift (AV) zur Eingliederungshilfe wurde jetzt veröffentlicht und kann hier eingesehen werden. Überarbeitungen sind dringend erforderlich und im Gespräch.
Die AV zur Einzelfallhilfe (AV-EFH) ist weiterhin in Bearbeitung.

Interessentinnen zur Elternassistenz können sich jederzeit gerne an uns wenden. Ansprechpartnerin ist Katharina Holl:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Tel.: (030) 617 09 167 (derzeit wegen der Corona-Pandemie nur per Mail erreichbar, auf Anfrage auch telefonisch)

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Hygienekonzept_Netzwerk_behinderter_Frauen.pdf)Hygienekonzept Netzwerk behinderter Frauen[Hygienekonzept Netzwerk behinderter Frauen]524 KB
Diese Datei herunterladen (Offener_Brief_Frau_Senatorin_Thema_Elternassistenz.pdf)Offener Brief Elternassistenz Stand 22.10.18[ ]613 KB
Diese Datei herunterladen (Offener_Brief_Senat_Elternassistenz_Stand141118.pdf)Offener Brief Elternassistenz Stand 14.11.18[ ]422 KB
Diese Datei herunterladen (Senatorin_Antwort.pdf)Offener Brief - Antwortschreiben der Senatorin[Offener Brief - Antwortschreiben der Senatorin]179 KB

TPL_BEEZ5_ADDITIONAL_INFORMATION